Asthma bronchiale bei Kindern

Asthma bronchiale ist eine chronische Erkrankung, bei der es zu einer Entzündung der Atemwege kommt. Kommt ein Asthmatiker mit reizauslösenden Stoffen in Kontakt, kann dies einen Asthmaanfall provozieren: Die Atemwege verengen sich, der Patient bekommt schlecht Luft, hustet und hat Probleme beim Ausatmen. Auslöser eines Anfalls können z. B. Virusinfektionen der oberen Atemwege wie eine Erkältung oder Grippe, aber auch allergieauslösende Substanzen wie Tierhaare oder Nahrungsmittel sowie Umwelteinflüsse wie Staub oder Wetter sein.

Ein asthmakrankes Kind stellt sowohl die Eltern als auch den Rest der Familie vor große Herausforderungen. Es gilt, die geeignete Behandlung zu finden, dem kleinen Patienten oder Geschwistern teilweise schwierige Fragen zu beantworten, Gewohnheiten zu ändern u. v. m. Oft kann es dabei hilfreich sein, den Rat von Fachleuten wie Pädagogen oder Psychologen einzuholen oder sich mit anderen Betroffenen auszutauschen.

Asthma bronchiale ist die häufigste chronische Erkrankung bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland. Der Deutsche Allergie- und Asthmabund schätzt, dass insgesamt ungefähr jedes zehnte Kind in Deutschland an Asthma leidet. Jedes siebte Kind erkrankt vor seinem fünften Lebensjahr.

Für die Altersgruppe der 11- bis 17-Jährigen ermittelte eine bundesweite Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen, die zwischen Mai 2003 und Mai 2006 vom Robert Koch-Institut (RKI) durchgeführt wurde, eine Asthma-Prävalenz von rund 2,5 % bei Mädchen und 3,5 % bei Jungen. Im Rahmen dieses Kinder- und Jugendgesundheitssurveys – kurz KiGGS – wurden insgesamt knapp 18.000 Kinder untersucht und befragt.

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