Asthma: Symptome und Diagnose
Bei Asthma treten charakteristische Symptome auf: Atemnot (meist anfallsartig), Atemgeräusche wie Pfeifen oder Brummen, ein Engegefühl in der Brust sowie Husten und Kurzatmigkeit. Diese Symptome resultieren aus einer Verkrampfung der Bronchialmuskulatur, einer Schwellung der Bronchialschleimhaut und aus vermehrter Schleimbildung. Dadurch werden die Atemwege eingeengt, die Atmung behindert und die Lungenfunktion eingeschränkt.
Bei Kindern und Jugendlichen wird Asthma in vier Schweregrade eingeteilt. Kriterium für die Beurteilung ist die Intensität und Häufigkeit der auftretenden Krankheitszeichen sowie die Lungenfunktion:
| Schweregrad | Symptome | Lungenfunktion |
| I | zeitweiliger Husten, leichte Atemnot, mehr als zwei Monate andauernder beschwerdefreier Zeitraum | nur zeitweise unter 80 %, meist normal |
| II | beschwerdefreier Zeitraum kürzer als zwei Monate | während der Episode unter 80 % |
| III | Beschwerden an mehreren Tagen der Woche, oft nachts | auch in symptomfreien Phasen unter 80 % |
| IV | tägliche Beschwerden, häufig auch nachts | ständig unter 60 % |
Eine ausführliche Erhebung der Krankengeschichte und eine körperliche Untersuchung bilden die Basis der Diagnostik. Zur Einschätzung der Lungenfunktion wird eine sog. Lungenfunktionsprüfung (Spirometrie) durchgeführt. Dabei wird u. a. der FEV1-Wert ermittelt (forciertes exspiratorisches Volumen, auch: Einsekundenkapazität). Er gibt an, wie hoch das Volumen ist, das maximal in einer Sekunde ausgeatmet werden kann. Außerdem wird geprüft, ob sich eine vorhandene Verengung der Atemwege durch den Einsatz eines bronchienerweiternden Medikaments rückgängig machen lässt (Charakteristikum bei Asthma bronchiale). In der Regel werden zusätzlich Tests auf vorhandene Allergien vorgenommen.
Bei Säuglingen bzw. Kleinkindern gelten andere diagnostische Kriterien. Hier wird v. a. auf die Zahl der Episoden mit typischen Atemgeräuschen innerhalb eines halben Jahres geachtet und darauf, ob sich z. B. Zeichen für eine erhöhte Allergiebereitschaft beim Kind bzw. in der Familie finden lassen (z. B. Neurodermitis) oder ob Asthma bereits in der Familie aufgetreten ist.
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