Asthma-Therapie

Die Behandlung des Asthmas bei Kindern wird im Regelfall mit einer Kombination aus medikamentösen und nicht-medikamentösen Maßnahmen durchgeführt. Welche Wirkstoffe in welcher Dosierung eingesetzt werden, richtet sich u. a. nach dem Schweregrad der Erkrankung und dem Alter des Kindes.

Die Medikamente, die bei Asthma angewandt werden, lassen sich zwei großen Gruppen zuordnen: Arzneimittel, die der Erweiterung der Bronchien dienen (sog. Bronchodilatatoren) und Entzündungshemmer. In jeder Gruppe kann wiederum zwischen Dauertherapeutika (sog. Controllern) und Bedarfsmedikamenten (sog. Relievern) unterschieden werden. Sie können entweder topisch (direkt am gewünschten Wirkungsort) eingesetzt oder systemisch (im gesamten Organismus wirkend) gegeben werden.

Zu den Wirkstoffen, die in der Asthmatherapie zur Anwendung kommen, gehören bronchienerweiternde kurz- und langwirksame Beta-2-Sympathomimetika und entzündungshemmende systemische bzw. topische Kortisonpräparate sowie Cromone zur Allergieprophylaxe, PDE-Hemmer zur Entspannung der Bronchialmuskulatur, Anticholinergika zur Anspannung der Bronchialmuskulatur und Verringerung der Sekretbildung sowie Leukotrienantagonisten, die die Wirkung eines entzündungsfördernden Gewebshormons hemmen.

Die nicht-medikamentöse Therapie sieht insbesondere die Vermeidung von Auslösefaktoren für Asthmaanfälle vor. Bei Allergien sollte nach Möglichkeit die strikte Vermeidung des/der allergieauslösenden Stoffe angestrebt werden. In einem Haushalt, in dem ein asthmakrankes Kind lebt, sollte selbstverständlich auch nicht geraucht werden. Außerdem sollte eine dem Krankheitsbild angemessene körperliche Aktivität gewährleistet werden.


Eine besondere Art der Therapie stellt die Untertageklimatherapie (Speläotherapie) dar. In Naturhöhlen und Bergwerken werden die besonderen klimatischen Bedingungen genutzt, um Atemwegserkrankungen, insbesondere Asthma bronchiale
und chronische Bronchitis zu behandeln. In den Stollen herrscht eine relativ
niedrige Termperatur (5 °C) und eine relative hohe Luftfeuchtigkeit (bis zu 98%). Beim Einatmen der reinen Luft wird diese auf 37°C aufgewärmt. Durch die Erwärmung sinkt die relative Luftfeuchtigkeit auf ca. 20%. Die Luft ist nun trocken und muss zur Sättigung mit Wasserdampf, Wasser aus dem Körpergewebe entziehen. Bei einem Aufenthalt im Stollen wird daher Wasser aus den Atemwegen extrahiert – genug um die geschwollenen Schleimhäute der Atemwege soweit zu entwässern, dass sie für den Luftstrom besser durchgängig werden. Die Kühle und Luftfeuchtigkeit beruhigen Entzündungsprozesse im Bereich der Atemwege, lösen Sekrete und vermitteln den Patienten in besonderer Weise eine subjektive Befreiung ihrer Atemwege. Die Liegezeit beträgt konsequent 2 Stunden täglich über mindestens drei Wochen. Die Silberberg Klinik in Bodenmais hat als einzige Klinik die Möglichkeit die Untertageklimatherapie im Rahmen einer stationären Rehabilitationsmaßnahme bzw. Mutter/Vater-Kind-Maßnahme durchzuführen.

Optimal ergänzt werden kann die Therapie durch eine Patientenschulung sowie durch Atemtherapie. Dabei werden Kenntnisse vermittelt, die dem Patienten und seinen Eltern den Umgang mit der chronischen Erkrankung Asthma erleichtern sollen.

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